Den passenden Gitterträger Fundament-Typ zu wählen, erfordert Wissen über Belastung, Deckenaufbau und Norm – denn ein Gitterträger Fundament muss die Fertigplatte im Bauzustand tragen und im Endzustand den Verbund zum Ortbeton sichern. Als Fachwerk aus Ober- und Untergurt sowie Diagonalen aus Betonstahl überträgt der Gitterträger die Kräfte zwischen Fertigteil und Stahlbeton. Dieser Beitrag erklärt, wie Sie Trägertyp, Höhe und Zulassung für Fundament- und Bodenplattenbereiche sinnvoll festlegen.
Was ein Gitterträger für das Fundament leisten muss
Ein Gitterträger Fundament-Element wird eingesetzt, wenn Fundamentplatten oder aufgehende Sohlen in Element- bzw. Filigranbauweise erstellt werden. Der Träger übernimmt zwei Aufgaben: Er stabilisiert die dünne Fertigplatte während Transport und Betonage und stellt über die Diagonalen den Schubverbund zur aufbetonierten Stahlbetonschicht her. Die Gurte und Diagonalen bestehen aus Betonstahl B500B mit 500 N/mm² Streckgrenze. Ergänzend wird meist weiterer Bewehrungsstahl als Zulage eingelegt.
Gitterträger Fundament: Trägertyp und Höhe bestimmen
Die Auswahl des richtigen Gitterträger Fundament-Typs beginnt beim Bewehrungsplan des Tragwerksplaners. Entscheidend sind:
- Bauteildicke: Die Trägerhöhe ergibt sich aus der Fundament- bzw. Plattendicke minus Betondeckung oben und unten.
- Belastung: Höhere Lasten verlangen größere Gurtdurchmesser und engere Diagonalenteilung.
- Achsabstand: Der Trägerabstand richtet sich nach Spannweite und Beanspruchung, üblich sind Werte zwischen 50 und 75 cm.
DIN 488 und Zulassung beim Gitterträger Fundament beachten
Jeder Gitterträger Fundament-Typ muss über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) oder eine europäisch-technische Bewertung verfügen. Der eingesetzte Betonstahl der Gurte und Diagonalen entspricht DIN 488. Diese Norm regelt Werkstoff, Rippung und Kennzeichnung des Bewehrungsstahls und ist die Grundlage der Tragfähigkeitsnachweise. Wer die Normbasis vertiefen möchte, findet Details im Beitrag Betonstahl nach DIN 488.
Zusammenspiel mit Zulage- und Mattenbewehrung
Ein Gitterträger Fundament ersetzt nicht die gesamte Bewehrung. In Bodenplatten und Fundamenten wird die Haupttragbewehrung durch Stabstahl oder Baustahlmatten gebildet, während der Gitterträger den Verbund und die Bauzustandssicherung übernimmt. Für maßgenaue Zulagen aus Betonstahl empfiehlt sich ein Biege- und Schneidservice.
FAQ zum Gitterträger Fundament
Welche Trägerhöhe braucht ein Fundament?
Die Höhe ergibt sich aus der Bauteildicke abzüglich der oberen und unteren Betondeckung. Der genaue Wert steht im Bewehrungsplan und in der Zulassung des Trägers.
Welcher Betonstahl steckt im Gitterträger?
Gurte und Diagonalen bestehen aus Betonstahl B500B nach DIN 488 mit einer Streckgrenze von 500 N/mm².
Ersetzt der Gitterträger die Fundamentbewehrung?
Nein. Er sichert den Bauzustand und den Verbund; die statisch erforderliche Haupt- und Querbewehrung wird zusätzlich nach Plan eingelegt.
Braucht der Gitterträger eine Zulassung?
Ja, jeder Trägertyp benötigt eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder europäisch-technische Bewertung mit definierten Material- und Geometriewerten.
Fazit
Der richtige Gitterträger Fundament-Typ ergibt sich aus Bauteildicke, Belastung, Achsabstand und der Zulassung mit Betonstahl nach DIN 488. In Kombination mit der planmäßigen Zulage- und Mattenbewehrung entsteht ein sicheres, tragfähiges Fundament in Elementbauweise.
Weiterfuehrende Quellen: Betonstahl (Wikipedia), Bewehrung im Stahlbetonbau. gitterträger für fundament richtig wählen erhalten Sie bei der Bewehrungsstahl Deutschland GmbH normgerecht nach DIN 488.

