Bindedraht biegen und schneiden zu lassen, ist für viele Bauunternehmen eine einfache Möglichkeit, das Verrödeln der Bewehrung deutlich zu beschleunigen. Statt Draht auf der Baustelle mühsam abzulängen und in Form zu bringen, kommen vorkonfektionierte Rödelschlaufen zum Einsatz. Wer Bindedraht biegen lässt, erhält gleichmäßige, sofort einsatzbereite Bindeelemente, mit denen sich Betonstahl und Bewehrungsmatten zügig fixieren lassen.
Was bedeutet Bindedraht biegen und schneiden lassen?
Beim Vorkonfektionieren wird der geglühte, weiche Draht in definierte Längen geschnitten und – je nach Verarbeitungsart – zu Schlaufen oder Doppelschlaufen gebogen. Diese fertigen Rödelschlaufen liegen gebündelt bereit und werden auf der Baustelle nur noch um die Kreuzungspunkte der Bewehrung gelegt und verdreht. Das spart Zeit gegenüber dem Ablängen von Ringware. Wichtig: Der Draht bleibt dabei ein Hilfsmittel und ist kein tragendes Bauteil nach DIN 488 – die Statik übernimmt der Betonstahl B500B.
Vorteile, wenn Sie Bindedraht biegen lassen
Das Vorkonfektionieren bringt auf der Baustelle mehrere praktische Vorteile:
- Zeitersparnis: Kein Abschneiden und Vorbiegen von Hand mehr nötig.
- Gleichmäßige Länge: Jede Schlaufe hat dasselbe Maß, was das Verrödeln vereinheitlicht.
- Weniger Verschnitt: Der Draht wird passgenau abgelängt.
- Ergonomie: Die Monteure greifen zur fertigen Schlaufe statt zum Ring.
Gerade bei großen Mengen an Baustahlmatten zahlt sich das aus, weil pro Quadratmeter viele Kreuzungspunkte verrödelt werden müssen.
Die richtige Länge und Drahtstärke wählen
Wenn Sie Bindedraht biegen lassen, sollten Sie Länge und Drahtstärke auf die zu verbindenden Stabdurchmesser abstimmen. Übliche Drahtstärken liegen zwischen 1,0 und 1,4 mm. Die Schlaufenlänge richtet sich danach, wie viele Stäbe umschlungen werden und wie dick der Bewehrungskorb ist. Zu kurze Schlaufen lassen sich nicht sauber verdrehen, zu lange erzeugen unnötigen Materialverbrauch. Ein erfahrener Lieferant hilft, die passende Kombination festzulegen.
Bindedraht biegen im Zusammenspiel mit der Bewehrung
Das Verrödeln mit vorgebogenem Draht folgt denselben Regeln wie beim losen Draht: Die Kreuzungspunkte des Bewehrungsstahls werden so fixiert, dass die Lage der Stäbe und die geplante Betondeckung erhalten bleiben. Der Draht darf die Betondeckung nicht verringern und sollte nach innen gedreht werden, damit keine Drahtenden aus dem späteren Stahlbeton ragen. So bleibt der Korrosionsschutz der Bewehrung gewährleistet. Wer den Draht professionell biegen lässt, sollte diese Verarbeitungsregeln dennoch auf der Baustelle beachten.
Kombination mit geschnittenem und gebogenem Betonstahl
Viele Betriebe lassen nicht nur Bindedraht, sondern auch den tragenden Betonstahl biegen und schneiden. Wenn Bewehrung und Bindedraht aus einer Hand vorkonfektioniert werden, passt alles zusammen auf die Baustelle – die Stäbe in der geplanten Biegeform, der Draht in der passenden Schlaufenlänge. Das reduziert Zwischenarbeiten und beschleunigt den Einbau der kompletten Bewehrung.
FAQ zum Bindedraht biegen und schneiden lassen
Lohnt es sich, Bindedraht biegen zu lassen?
Bei großen Stückzahlen und vielen Kreuzungspunkten spart vorkonfektionierter Draht spürbar Zeit und reduziert Verschnitt.
Welche Drahtstärke ist üblich?
Meist 1,0 bis 1,4 mm. Die Wahl richtet sich nach den Stabdurchmessern und der Dicke des Bewehrungskorbs.
Beeinflusst Bindedraht die Statik?
Nein. Bindedraht fixiert nur die Lage. Die tragende Funktion übernimmt der Betonstahl B500B nach DIN 488.
Wie werden die Drahtenden verarbeitet?
Die Enden werden nach innen gedreht, damit sie nicht aus dem Stahlbeton ragen und die Betondeckung nicht stören.
Fazit
Wer Bindedraht biegen und schneiden lässt, macht das Verrödeln der Bewehrung schneller, gleichmäßiger und materialsparender. In Kombination mit vorgefertigtem Betonstahl entsteht ein durchgängig effizienter Ablauf. Details zum Betonstahl finden Sie im Beitrag zu den Normen des Betonstabstahls nach DIN 488.
Weiterfuehrende Quellen: Betonstahl (Wikipedia), Bewehrung im Stahlbetonbau. bindedraht biegen erhalten Sie bei der Bewehrungsstahl Deutschland GmbH normgerecht nach DIN 488.

