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Fundamenterder: Erdungsband & Blitzschutzdraht

Blitzschutz & Erdung

Fundamenterder: Erdungsband & Blitzschutzdraht

Der Fundamenterder nach DIN 18014 ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Blitzschutzsystems moderner Gebäude. Bandstahl-Erder und Runddraht werden vor dem Betonieren in die Bodenplatte oder das Fundament eingelegt und bieten dauerhaften, korrosionsbeständigen Erdungspfad.

Nach DIN 18014 & DIN VDE 0185-305 Feuerverzinkt oder V4A erhältlich B2B-Lieferung deutschlandweit
Bewehrtes Betonfundament auf der Baustelle

Was ist ein Fundamenterder?

Ein Fundamenterder ist ein in den Beton eingebetteter Stahlleiter, der das Gebäude elektrisch mit dem Erdpotential verbindet. Er gilt als Pflichtbestandteil bei Neubauten in Deutschland.

Gemäß DIN 18014 (Fundamenterder – Planung, Ausführung und Dokumentation) muss bei jedem Neubau ein Fundamenterder ausgeführt werden. Er erfüllt gleichzeitig die Anforderungen an den Blitzschutz-Potentialausgleich nach DIN VDE 0185-305 (DIN EN 62305). Der Fundamenterder wird vor dem Betonieren der Bodenplatte oder des Streifenfundaments verlegt und ist nach Fertigstellung nicht mehr zugänglich – daher sind Materialauswahl und fachgerechte Ausführung entscheidend.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Erderformen, die häufig kombiniert werden:

  • Ringförmiger Fundamenterder (Typ A): vollständig umlaufend unter der Bodenplatte, mind. 0,5 m unter Geländeoberkante
  • Maschenförmiger Fundamenterder (Typ B): Gitternetz unter der Bodenplatte mit Maschenweite ≤ 10 m × 10 m, für größere Gebäude

Die Verbindung zwischen Fundamenterder und der Stahl-Bewehrung (Bodenplattenbewehrung) sowie dem Potentialausgleich wird durch zugelassene Verbindungsklemmen hergestellt. Zur Fundamentbewehrung bieten wir alle notwendigen Bewehrungskomponenten an.

Materialien & Technische Spezifikationen

Die Norm DIN 18014 lässt mehrere Materialvarianten zu. Die Wahl hängt von der Bodenklasse, der Aggressivität des Erdreichs und der geforderten Lebensdauer ab.

Erderform / MaterialAbmessung (Mindestmaß)KorrosionsschutzTypischer Einsatz
Bandstahl, feuerverzinkt30 × 3,5 mm (Querschnitt ≥ 90 mm²)Zinkschicht ≥ 70 µm (DIN EN ISO 1461)Bodenplatte, Streifenfundament, Normalboden
Bandstahl, nichtrostend (V4A / 1.4571)30 × 3,5 mm (Querschnitt ≥ 90 mm²)Korrosionsfrei, keine BeschichtungAggressiver Boden, Meernähe, Sonderanforderungen
Rundstahl, feuerverzinktØ 10 mm (Querschnitt ≥ 78 mm²)Zinkschicht ≥ 70 µmMaschenförmiger Erder, Verbindungsleitung
Rundstahl, nichtrostend (V4A)Ø 10 mmKorrosionsfreiErhöhte Korrosionsbelastung, Industriebau
Kupferband (alternativ)25 × 2 mm (Querschnitt ≥ 50 mm²)Eigene OxidschichtSpezialanwendungen, nicht im Beton mit Stahl kombinieren
Wichtig: Bandstahl und Kupfer dürfen nicht direkt im Beton miteinander verbunden werden (galvanisches Element). Bei Mischsystemen ist ein geeignetes Verbindungsstück zu verwenden.

Einbauhinweise nach DIN 18014

Planung & Dokumentation

Vor Ausführung ist ein Lageplan mit Verlauf, Verbindungspunkten und Anschlusspunkten zu erstellen. Nach Fertigstellung wird eine Erder-Dokumentation übergeben.

Verlegung

Bandstahl-Erder umlaufend unter oder in der Bodenplatte verlegen. Biegeradius mindestens das 10-fache der Bandbreite. Überlappungen ≥ 200 mm, Schweißverbindung oder zugelassene Klemme.

Verbindung zur Bewehrung

Anschluss an die Bodenplatten-Bewehrung mit geprüften Verbindungsklemmen (VDE-Zulassung). Mindestens 2 Anschlusspunkte pro Gebäude.

Messung & Abnahme

Nach dem Betonieren Erdungswiderstand messen (Ziel: < 10 Ω für den Fundamenterder allein). Übergabe der Messprotokolle und der Erder-Zeichnung an den Auftraggeber.

Häufige Fragen zum Fundamenterder

Ist ein Fundamenterder bei jedem Neubau Pflicht?
Ja. DIN 18014 gilt seit ihrer Einführung als anerkannte Regel der Technik für Neubauten in Deutschland. Gebäude ohne Fundamenterder können bei der Abnahme durch den Versicherer oder die Behörde beanstandet werden. Ausnahmen gelten nur bei ausschließlich aus Holz errichteten Gebäuden ohne Blitzschutzbedarf.
Kann die Stahlbewehrung als Fundamenterder dienen?
Betonstahl (z. B. B500B nach DIN 488) kann unter bestimmten Bedingungen als sogenannter „natürlicher Bestandteil“ des Blitzschutz-Potentialausgleichs genutzt werden (DIN VDE 0185-305-3). Ein separater Fundamenterder aus Bandstahl oder Runddraht nach DIN 18014 ist dennoch zu verlegen, um einen definierten, messbaren Erdungspfad zu gewährleisten. Für Ihre Bodenplatten-Bewehrung und Fundamentbewehrung liefern wir alle erforderlichen Materialien.
Welcher Erdungswiderstand wird angestrebt?
DIN 18014 gibt keinen festen Grenzwert vor, jedoch gilt in der Praxis ein Erdungswiderstand von ≤ 10 Ω für den Fundamenterder als Zielwert. Für Blitzschutzsysteme der Klassen I und II nach DIN EN 62305 können strengere Anforderungen gelten. Die tatsächlichen Werte sind im Messprotokoll zu dokumentieren.
Verzinkt oder V4A – welches Material ist zu bevorzugen?
Feuerverzinkter Bandstahl (30 × 3,5 mm) ist die Standardlösung für normale Böden. Bei stark sauren Böden (pH < 5), chloridhaltigem Untergrund oder Meernähe empfiehlt sich nichtrostender Stahl (V4A / 1.4571), da Zinkschichten in aggressiven Medien schneller abgebaut werden. Eine Bodenanalyse kann helfen, die richtige Wahl zu treffen.

Erdungsband & Blitzschutzdraht anfragen

Wir liefern Bandstahl-Erder, Runddraht und passendes Verbindungszubehör für Ihren Fundamenterder nach DIN 18014 – deutschlandweit und zuverlässig. Kontaktieren Sie uns für Ihr individuelles Angebot.

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Weiterführende Quellen: Betonstahl (Wikipedia), Bewehrung im Stahlbetonbau. Fundamenterder erhalten Sie bei der Bewehrungsstahl Deutschland GmbH normgerecht nach DIN 488 – projektbezogen und bundesweit geliefert.

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